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Büro und Feld Hand in Hand - Alltag im Zuckererbsenanbau

Landwirtschaft besteht längst nicht mehr nur aus Arbeit auf dem Feld – genauso wenig wie sie reine Büroarbeit ist. Gerade im professionellen Gemüseanbau gehören beide Bereiche untrennbar zusammen. Planung, Kontrolle und Dokumentation im Büro sind nur dann sinnvoll, wenn sie täglich mit den Beobachtungen draußen im Feld abgeglichen werden.

 

 

 

 

 

Ein fester Bestandteil meines Tages ist deshalb die tägliche Fahrt durch unsere Sections. Dabei geht es nicht nur darum, einen kurzen Blick auf die Felder zu werfen.

Vielmehr kontrolliere ich systematisch mehrere Punkte:

Wie ist der Aufgang der Zuckererbsen?

Entwickeln sich die Pflanzen gleichmäßig?

Welche Pflanzenschutz- und Düngemittel wurden auf welchen Flächen eingesetzt?

Und wie weit ist der Aufbau der Rankhilfen – also Pfähle im Boden und Netze, an denen die Pflanzen später nach oben wachsen können?

 

Gerade im Zuckererbsenanbau spielen diese Rankhilfen eine zentrale Rolle. Zuckererbsen gehören botanisch zur Art Pisum sativum und wachsen als rankende Pflanzen, die ohne Unterstützung schnell am Boden liegen würden. Netze und Pfähle sorgen dafür, dass die Pflanzen stabil nach oben wachsen können. Das verbessert nicht nur die Belüftung der Pflanzenbestände, sondern erleichtert später auch die Ernte und reduziert das Risiko von Krankheiten.

 

Auch der Aufgang der Pflanzen ist ein wichtiger Indikator. Zuckererbsen keimen in der Regel innerhalb von etwa 7 bis 14 Tagen, abhängig von Bodentemperatur und Feuchtigkeit. Ein gleichmäßiger Aufgang ist entscheidend, damit sich der Bestand homogen entwickelt und später möglichst gleichzeitig geerntet werden kann. Außerdem ist hier auch besonders auf die Wurzelentwicklung zu achten, da Nematoden schnell zum Problem werden können.

 

Die Informationen aus diesen Feldrunden landen anschließend wieder im Büro. Dort werden sie mit den täglichen Planungen abgeglichen: Welche Flächen müssen als nächstes aufgebaut werden? Wo steht Pflanzenschutz an? Welche Teams arbeiten morgen an welchem Block? Landwirtschaft bedeutet in diesem Zusammenhang also auch viel Koordination.

 

Besonders wichtig ist dabei ein klar definiertes Tagesziel. Für jede Section gibt es ein tägliches Target – sei es eine bestimmte Anzahl gesetzter Pfähle, gespannter Netze oder bearbeiteter Reihen. Diese kleinen Etappenziele sorgen dafür, dass sich die vielen einzelnen Arbeitsschritte über Wochen hinweg zu einem funktionierenden Gesamtprozess zusammenfügen.

 

Am Ende verfolgen alle diese Aufgaben dasselbe Ziel: eine gesunde Kultur und die bestmögliche Ernte. Jeder kontrollierte Pflanzenbestand, jedes gespannte Netz und jede dokumentierte Maßnahme im Büro trägt dazu bei, dass die Zuckererbsen später in optimaler Qualität geerntet werden können.

 

 

Genau deshalb gehören Büro und Feldarbeit in der Landwirtschaft immer zusammen. Entscheidungen entstehen nicht nur am Schreibtisch – und gute Feldarbeit funktioniert nur mit klarer Planung im Hintergrund.

 

 

 

 

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