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Fernstudium + praktische Arbeit: So schaffst du beides

 

Viele Studierende glauben, ein Fernstudium neben der Arbeit im Betrieb sei entspannt: Skripte lesen, Prüfungen schreiben und nebenbei ein bisschen im Stall oder auf dem Feld helfen. 

Die Realität? Intensiv, aber machbar – vor allem, wenn du dich auf Praxisarbeit einlässt, sei es im Betrieb daheim oder sogar im Ausland.

Ich selbst studiere Agrarmanagement im Fernstudium an der IU Internationale Hochschule und arbeite gleichzeitig auf einer Farm im Ausland. Dabei habe ich gelernt, dass der Alltag zwischen Praxis und Studium sehr individuell aussieht, und dass gerade die stressigen Phasen oft die produktivsten Lernmomente bringen.

 

1. Struktur ist alles – aber flexibel sein hilft

Wenn du im Betrieb arbeitest, merkst du schnell: Es gibt immer Aufgaben, die erledigt werden müssen. Ohne Struktur kann Studium leicht untergehen.

Meine persönliche Erfahrung:

  • Ich plane feste Lernzeiten und passe sie an die Arbeit an.
  • In stressigen Phasen – wie während der Saison – arbeite ich oft effektiver.
  • Außerhalb der Saison, wenn theoretisch mehr Zeit wäre, schiebe ich manchmal eher auf, weil die Dringlichkeit fehlt.

Realitätscheck: Das ist weder gut noch schlecht – es ist einfach ehrlich. Jeder findet sein eigenes Tempo.

 

 

2. Theorie + Praxis verbinden

Ein großer Vorteil, während des Studiums praktisch zu arbeiten: Du kannst Theorie sofort anwenden.

  • Pflanzenbau im Skript → direkt auf dem Feld prüfen
  • Tiergesundheit lernen → Checklisten auf dem Betrieb anwenden
  • Betriebswirtschaft → Kosten, Planung und Organisation real beobachten
  • Management → ist momentan mein Job

So merkst du schnell: Das Wissen aus der Uni oder dem Fernstudium wird lebendig.

 

 

 3. Lernphasen clever nutzen

Nicht jede Woche ist gleich: Saisonarbeit kann viel Zeit verschlingen, während die Off-Season oft mehr Ruhe bietet.

Mein Vorgehen:

  • Während der stressigen Phase: kleine Lerneinheiten über den Tag verteilt, ganze Tage an freien Wochenenden, an denen ich oft ein komplettes Modul schaffe
  • Off-Season: eher sporadisch, manchmal nur 1–2 Tage am Wochenende

Es ist nicht die klassische Empfehlung, aber ehrlich gesagt funktioniert es für mich besser. Manchmal braucht es einfach den Druck der Arbeit, um fokussiert zu sein. Das ist der Vorteil am Fernstudium: Größte Flexibilität. Und wenn das alles nicht hilft: Zeitmodell zu Teilzeit wechseln!

 

Sinnvoll wäre aber:

  • Während der stressigen Phase: Pausen zum lernen nutzen
  • Off-Season: Lernpläne erstellen und daran orientieren, längere Lernphasen und Prüfungen ablegen

 

 

4. Austausch aktiv suchen

Auch wenn du praktisch arbeitest, bleib mit der Theorie in Kontakt:

  • Online-Foren oder Gruppen der Hochschule
  • Kommilitonen via Chat oder Zoom
  • Austausch mit Kollegen oder anderen Praktikern im Betrieb

So bekommst du Input aus beiden Welten – Theorie und Praxis.

 

 

5. Motivation hochhalten

Das Gleichgewicht zwischen Studium und Praxis ist oft schwierig. Meine Tricks:

  1. Mini-Erfolge feiern: Ein Kapitel geschafft oder die Arbeit auf dem Feld gut erledigt – beides zählt
  2. Praxis als Motivation sehen: Theorie, die direkt angewendet werden kann, wirkt viel sinnvoller
  3. Langfristiges Ziel vor Augen behalten: Ob eigener Betrieb, Tierwohl oder nachhaltige Entscheidungen – das motiviert, auch wenn es stressig ist

 

 

Fazit: Studium + praktische Arbeit = machbar – auf deine Weise

Es ist ein Spagat, aber machbar:

  • Du bekommst wissenschaftliche Tiefe aus dem Studium
  • Du sammelst echte Praxiserfahrung im Betrieb oder im Ausland
  • Du findest deinen eigenen Rhythmus – manchmal bist du während der Saison produktiver, manchmal in der Off-Season

 

Mein ehrlicher Tipp: Es gibt keinen perfekten Plan. Finde den Rhythmus, der für dich funktioniert, und nutze die Praxis, um Theorie wirklich zu verstehen.

 

 

 

 

 

 

 

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